Grundausstattung für Imker

Zunächst einmal darf ein Jungimker keine Bienengiftallergie und keine Angst vor Bienenstichen haben.

Eine weitere Voraussetzung ist die Bereitschaft, regelmäßig und dauerhaft etwas Freizeit für dieses interessante Hobby zu opfern. Fangen wir also zunächst mal mit dem Zeitbedarf an:

Wen das "Imkerfieber" gepackt hat, muss sich früher oder später die Frage stellen, wie viele Bienenvölker kann ich in meiner Freizeit vernünftig versorgen.

Zeitbedarf:
Der Zeitbedarf ist eng verbunden mit dem Jahresverlauf des Bienenvolkes, im Winter gering und im Sommer deutlich erhöht. Gleichwohl ist der Imker nicht ständig an die Bienen gefesselt, wie der Begriff "Wochenendimker" verdeutlicht. Bei guter Vorbereitung kann der Imker auch in der Bienensaison von Mai - Juli in Urlaub fahren (Familie geht vor). Allerdings mit der Gefahr, dass doch ein paar Völker schwärmen und dadurch der Honigertrag sinkt.

Stark termingebunden sind Maßnahmen zur Schwarmverhinderung, zur Königinnenzucht oder der Jungvolkbildung. Die Frühjahrserweiterungen, die Honigernte und das Einwintern verbunden mit der Varroabehandlung lassen bereits deutlich mehr Spielraum in der Zeitgestaltung.

Im langjährigen Vergleich verbringt der Imker im Durchschnitt 10 Stunden im Jahr an jedem seiner Bienenvölker.

 

Bienenkästen und Zubehör:
Bei den ersten Versuchen als "Jungimker" ist die Entscheidung zur Imkerei meist noch nicht endgültig. Deshalb macht es natürlich Sinn, zunächst mal einem Imker aus dem örtlichen Imkerverein eine zeitlang über die Schulter zu schauen und sich die Grundausrüstung erst mal von einem oder mehreren Vereinsmitgliedern auszuleihen.
Für den Kauf einer "Grundausrüstung" legt man schnell 250,00 bis 300,00 Euro hin (ohne Honigschleuder), mit etwas Glück geht es deutlich billiger wenn man die Dinge gebraucht erwerben kann.

Grundausstattung:
1 Stockmeisel
1 Abkehrbesen
1 Smoker
1 Imkerschleier
1 Imkerhandschuhe

2 - 3 Honigeimer
1 Honigrührer
80 - 100 Honiggläser (500 g)


und für jedes Volk
1 Magazinbeute, bestehend aus Bodenbrett, 4 Zargen und Deckel
20 - 40 Rähmchen
1 - 3 kg Mittelwände

 

Das Wichtigste, die Bienen:
Nur selten ist es ein zugeflogener Schwarm, durch den man zu Bienen kommt. In der Regel erhalten Jungimker die ersten Bienen von einem Imker des ansässigen Imkervereins. Wichtige Eckdaten für den Bienenkauf sind das Wabenmaß, das Beutensystem und natürlich die Bienenrasse.
Beginnt man mit einem Ableger, kann man als Einsteiger zunächst mit weniger Bienen das Imkern üben und erlebt gelichzeitig die Entwicklung zum vollwertigen Bienenvolk mit. Honig wird es dann aber evtl. erst im Folgejahr geben.

Wer gleich voll einsteigen möchte erwirbt sich am besten im Frühjahr 1 - 3 voll entwickelte Völker (mit einem Volk allein lässt sich nicht richtig imkern). Die Volksstärke und das Alter der Königin bestimmen maßgeblich den Kaufpreis. Der Bienenbesatz sollte auffallend dicht sein, bei der Durchsicht sollte Brut in allen Entwicklungsstadien vorhanden sein. Ein vitales Volk hat frische Wachsverbauungen und Futterkränze über dem Brutnest, was auf eine gute Versorgung hinweißt.

Im Durchschnitt sind derzeit 7,00 bis 15,00 Euro je besetzter Brutwabe zu zahlen. Ein gutes Zweiraum-Volk ist meis nicht unter 120,00 Euro zu haben.

Neues rund um den Imkerverband

 Die Schadensmeldung (wichtig!)

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